Das Findbuch

Der Allgemeine Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus hat zur Bearbeitung der Anträge auf Vermögensentschädigung und Naturalrestitution zahlreiche Verzeichnisse und Listen von kooperierenden Institutionen erhalten. Sie ermöglichen das Auffinden von Dokumenten und Akten zu NS-Vermögensentziehungen (1938 bis 1945) sowie zu österreichischen Restitutions- und Entschädigungsmaßnahmen in der Nachkriegszeit. Diese Daten beziehen sich beispielsweise auf Arisierungsakte und Vermögensanmeldungen aus dem Bestand der NS-Vermögensverkehrstelle. Eine Liste beschlagnahmter Gegenstände nach dem Novemberpogrom 1938 kann über das Findbuch ebenso abgefragt werden, wie die Akten der Rückstellungskommissionen bei den Landesgerichten, der Finanzlandesdirektionen, der Sammelstellen A und B oder des Abgeltungsfonds.

Durch das Findbuch wird erstmals eine übergreifende Suche nach Personen, Unternehmen oder Adressen in mehreren Archiven und unterschiedlichen Aktenbeständen ermöglicht. Das Findbuch bietet derzeit 150993 Datensätze und soll fortlaufend erweitert werden. Dadurch stellt es eine der umfangreichsten Sammlungen von Informationen über den Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Restitutions- und Entschädigungsmaßnahmen nach 1945 auf dem Gebiet der Republik Österreich dar. Zudem bietet das Findbuch eine Suche in digitalisierten historischen Adressbüchern und Amtskalendern, wodurch Recherchen zu Wohnadressen und Firmensitzen auch ohne Registrierung ermöglicht werden.

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Mithilfe dieses Volltextsuchfeldes kann in sämtlichen Datensätzen der Findbuch-Datenbank nach bestimmten Zeichenfolgen gesucht werden. Alternativ dazu steht registrierten Usern eine „Erweiterte Suche“ zur Verfügung, mit der in bestimmten Datenfeldern nach bestimmten Zeichenfolgen gesucht werden kann. Detaillierte Information zu beiden Suchmöglichkeiten finden Sie in der Suchhilfe.